Benutzergruppen definieren, auf welche Ressourcen ein Windows-Benutzerkonto Zugriff hat. Die Gruppenmitgliedschaften werden beim Anmelden eines Benutzers aufgelöst und im Security-Token des Startprozesses gespeichert. Man kann sich die Gruppenmitgliedschaften eines Benutzers z.B. mit dem Programm Process-Explorer aus den Sysinternals-Tools von Micr...
Widerspenstige Azure Storage Accounts löschen - "There is currently a lease on the blob and no lease ID was specified in the request"
Neulich in Azure - Sie wollen einen Strorage-Account löschen, aber er will einfach nicht verschwinden, obwohl die GUI meldet, der Job sei erfolgreich abgeschlossen? Nach einer genauen Untersuchung stellen sie fest, dass das System folgende Fehlermeldung schmeißt: Error: There is currently a lease on the blob and no lease ID was specified in the request.
Das Problem besteht darin, dass sich in dem Storage-Account noch vhd-Dateien befinden, deren VMs inzwischen gelöscht sind, was an Azure aber irgendwie vorbei gegangen ist. In meinem Fall war die Ursache vermutlich, dass ich die Objekte einzeln über Powershell gelöscht habe statt über die Web-GUI. Jedenfalls hat Azure noch eine Verbindung zwischen der VM, die nicht mehr existiert, und der vhd gespeichert und sperrt deswegen die Löschung der Daten. Lösen lässt sich das Problem auch nicht mit den Azure Powershell Cmdlets und dem Parameter Force. Stattdessen hilft AzureCLI weiter, ein Kommandozeilentool zur Verwaltung von Azure. Eine Anleitung zur Installation finden Sie bei Microsoft.
Nachdem Sie AzureCLI installiert haben, starten Sie ein Konsole, Powershell oder cmd. Das Tool zur Verwaltung lautet einfach azure:
azure loginazure account set "Ihr Subscription-Name"azure config mode armazure storage account listazure storage account delete <Ihr Storage Account Name>
Azure config mode arm ist nur notwendig, wenn Ihr Account im Azure Resource Manager mode angelegt wurde. Ein sicheres Zeichen dafür, dass das nicht der Fall war ist, wenn Sie den account noch im alten Portal angelegt haben. Probieren Sie es einfach aus, wird Ihr Account ohne den Moduswechsel nicht angezeigt, geben Sie einfach azure config mode arm ein. Mit dem delete wird der Account sofort und ohne Meldung entfernt. Wie Mr. Spock sagen würde - faszinierend!
Windows Freigaben auf einen neuen Pfad migrieren mit Powershell
Wenn auf einem Dateiserver Ordner verschoben werden müssen, kann das Anpassen der Freigaben für darunterliegende Verzeichnisse sehr aufwändig sein — besonders bei vielen Home-Shares. Statt die GUI zu verwenden, lässt sich das schneller erledigen, indem die Registry-Einträge unter:
HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Sharesangepasst werden. Alternativ kannst du die folgende PowerShell-Funktion verwenden, die einen angegebenen Pfad im Registry-Schlüssel durch einen neuen ersetzt; da sie rein nach Muster ersetzt, lassen sich beliebige Teilpfade austauschen.
function Replace-SharePath { <# .SYNOPSIS Replace the Filesystem-Path of a Share .DESCRIPTION Replace-SharePath can change the Filesystem-Path of shares. This can be helpful if you need to move files to a new drive or have to move files to a subfolder and you have multiple shares to touch. The script will change the given string into the new string, so all shares under the given path will be affected. .EXAMPLE To move files from C:\Shares to D:\NewSharesFolder: Replace-SharePath -Path C:\Shares -NewPath D:\NewSharesFolder #> param( [ValidateScript({ if (!(Test-Path -Path $_ -PathType Container)) { throw "Bitte den Quellpfad prüfen!" }; $true })] [Parameter(Mandatory = $true)] $Path, [ValidateScript({ if (!(Test-Path -Path $_ -PathType Container)) { throw "Bitte den Quellpfad prüfen!" }; $true })] [Parameter(Mandatory = $true)] $NewPath ) $Path = $Path.Replace('\\', '\\\\') $NewPath = $NewPath.Replace('\\', '\\\\') $ShareList = Get-Item 'HKLM:\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\LanmanServer\Shares' foreach ($Share in $ShareList.Property) { Get-ItemProperty -Path $ShareList.PSPath -Name $Share $newValue = (Get-ItemProperty -Path $ShareList.PSPath -Name $Share).$Share -replace "(^Path=)($Path)", "Path=$NewPath" Set-ItemProperty -Path $ShareList.PSPath -Name $Share -Value $newValue -PassThru }}Führen Sie die Funktion einmal aus und starten Sie sie anschließend über folgende Eingabe:
Replace-SharePath -Path 'C:\OldSharePath' -NewPath 'D:\NewSharePath'Damit lassen sich Windows-Freigaben relativ einfach migrieren.
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Programme und Code in Base64 und zurück konvertieren und ausführen mit Powershell
Base64 ist ein Format, das es erlaubt, Binärdaten als Text darzustellen. Den Zweck von Base64 habe ich bereits im Artikel Binärdateien einlesen und Base64-Codieren mit Powershell beschrieben. Eine sehr gute und ausführliche Beschreibung finden Sie außerdem bei Wikipedia.
Das Umwandeln von Binärdaten in Text ist im Powershell-Kontext aus mehreren Gründen spannend. Zum Einen kann man mit Base64 ausführbare Programme in einem Skript mitliefern, ohne sie als eigenständige Dateien mitliefern zu müssen. Zum Anderen kann Powershell Base64-kodierten Code direkt ausführen, indem man die Powershell.exe mit dem Parameter -encodedCommand aufruft.
Lesen Sie zuerst die Datei ein, die in Text umgewandelt werden soll. Hierfür verwenden Sie entweder das Powershell-Cmdlet Get-Content mit dem Parameter -Encoding Byte und -Raw, oder Sie benutzen die Powershell-Klasse [IO.File]:
$BinaryData = Get-Content -Path C:\Tools\Drivesnapshot64.exe -Encoding Byte -Raw
# Alternativ:
$BinaryData = [IO.File]::ReadAllBytes('C:\Tools\Drivesnapshot64.exe')
Der Parameter -Raw sorgt dafür, dass die Datei komplett und nicht zeilenweise eingelesen wird, -Encoding Byte sagt Powershell, dass es sich um eine Binärdatei handelt.
Die Konvertierung findet mit der [Convert]-Klasse aus dem .Net-Framework statt. Die Methode ToBase64string() wandlet die Binärdaten in Text um:
Binärdateien einlesen und Base64-Codieren mit Powershell
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Textdateien und Binärdateien. Technisch gesehen sind beide Dateitypen Bitströme, also Reihen von aufeinanderfolgenden Bits. Textdaten werden allerdings nach einem festen Muster kodiert. Jeweils ein Block von 8 oder 16 Bits (oder je nach Codierung auch mehr) werden zu einem Zeichen zusammengefasst. Die klassische Codierung ist dabei die sehr alte ASCII-Codierung, die ein Zeichen in jeweils 7 Bit codiert und insgesamt 8 Bit für die Speicherung verwendet. Wenn man Get-Content verwendet, um eine Textdatei einzulesen, versucht Get-Content automatisch, die Datei als Text zu interpretieren und darzustellen.
get-content -Path $einv:Windir\lsasetup.log
[ 1 1 / 4 1 5 : 3 1 : 1 4 ] 5 9 6 . 6 0 0 > - I n L s a p S e t R a n d o m D o m a i n S i d ( )
[ 1 1 / 4 1 5 : 3 1 : 1 4 ] 5 9 6 . 6 0 0 > - L s a p G e n e r a t e R a n d o m D o m a i n S i d : R t l A l l o c a t e A n d I n i t i a l i z e S i d r e t u r n e d 0 x 0
Die Ausgabe dieses Beispiels sieht allerdings sehr merkwürdig aus - Powershell hat zwischen jedes Zeichen ein Leerzeichen gesetzt. Das liegt daran, dass die Datei in UTF16 und nicht in ASCII codiert ist. UTF16 ist eine Form der Unicode-Codierung, die statt 8 16 Bit verwendet, um ein Zeichen zu speichern. Dadurch wird es möglich, eine deutlich größere Zahl von Zeichen zu codieren. UTF16 ist abwärtskompatibel zu ASCII, verwendet also für die ersten 127 Zeichen die gleiche Muster. Das zweite Bit wird beim Einlesen mit ASCII-Codierung dann als Leerzeichen interpretiert. Das Problem lässt sich lösen, indem man Get-Content mti dem Parameter -Endoding anweist, den Text als UTF16 zu dekodieren.
get-content -Path .\lsasetup.log -Encoding Unicode
[11/ 4 15:31:14] 596.600> - In LsapSetRandomDomainSid()
[11/ 4 15:31:14] 596.600> - LsapGenerateRandomDomainSid: RtlAllocateAndInitializeSid returned 0x0
Das sieht schon viel besser aus. Wenn man mit Get-Content allerdings versucht, eine Binärdatei einzulesen, versucht Get-Content, auch den Binärcode in Textzeichen zu übersetzen. Das ist allerdings sinnlos, da der Binärcode ein Bitstrom ist und keinen Text darstellt. Das Ergebnis ist Kauderwelsch.
Mit Powershell Alternative NTFS-Datenströme lesen (und schreiben)
Alternative Datenströme sind eine erweiterte Funktion des NTFS-Dateisystems, die es erlaubt, beliebige Meta-Informationen über Dateien zusammen mit der Datei abzulegen. Windows verwendet z.B. einen Alternativen Datenstrom, um das MotW (Mark of the Web) zu speichern. Das MofW wird beim Download einer Datei automatisch gesetzt, damit Windows Sicherhe...
Virtuelle Festplatten (vhdx) als Datencontainer verwenden - nicht nur für VMs
Virtuelle Festplatten (Vhdx-Dateien) in Windows sind sehr praktisch. Man kann Sie nämlich nicht nur für virtuelle Maschinen verwenden, sondern auch als universelles Containerformat, um Daten zu transportieren oder sogar, um Windows aus einer VHD-Datei zu booten (s. Boot von VHD auf einem leeren Datenträger einrichten). Das Erstellen einer VHD-Datei ist allerdings etwas mühselig, weil man erst die Datei erstellen, dann einrichten und anschließend eine Partition erstellen muss. Da man das aber auch mit Powershell erledigen kann, und ich dieses Feature sehr oft verwende, habe ich eine kleine Funktion dafür geschrieben.
#requires -Modules Hyper-V, Storage -RunAsAdministrator
function Get-Freedrive
{
<#
.SYNOPSIS
Get-Freedrives lists the first free driveletter in the alphabet.
.DESCRIPTION
Get-Freedrive can be used to test for the first available free driveletter. The Parameter $inverse searches backwards through the alphabet.
.EXAMPLE
get-freedrive -inverse -startLetter Z
Starts the search with letter z searching backwards. Returns a character.
.NOTES
Version: 1.0
Author: Holger Voges
Date: 2018-08-17
www.netz-weise-it.training/weisheiten/
#>
[cmdletbinding()]
param(
# The letter to start the search from - default is C or Z, if -inverse is chosen
[char]$startLetter = 'C',
# Inverse forces a backwards search through the alphabet
[switch]$inverse
Powershell-Skriptmodule erstellen
Ein extrem cooles Features sind die in Powershell 2.0 eingeführten Module. Module sind Erweiterungen, die in Powershell geladen werden und weitere Cmdlets zur Verfügung stellen. Ab Powershell 3.0 können über das Modul-Autoloading Module sogar ohne weiteres zutun des Benutzers beim Starten einer Powershell automatisch geladen werden.
Module gibt es in Form von Binärmodulen, die z.B. in C# geschrieben werden, und in Form von sogenannten Skriptmodulen. Ein Skriptmodul ist dabei eigentlich nichts anderes als ein Powershell-Skript, dass global aufgerufen wird und im Normalfall Funktionen enthält, die dann wie Cmdlets gestartet werden können. Funktionen verhalten sich dabei wie ein Skript, dass überall in der Powershell-Konsole mit über den Namen aufgerufen werden kann, ohne dass man sich im Skriptpfad befinden müsste, da die Funktionen direkt in den Arbeitsspeicher geladen und von dort aus gestartet werden.
Ein Skriptmodule zu erstellen, ist sehr einfach und braucht auch keine erweiterten Powershell-Kenntnisse. Prinzipiell kann jedes beliebige Powershell-Skript wie ein Module verwendet werden, indem man es einfach über das Cmdlet Import-Module <Skriptdatei> startet. Sinniger ist es aber, das Skript als automatisch ladendes Skript abzulegen. Dazu muß die Skriptdatei in einem der Module-Ordner abgelegt werden, die von Powershell automatisch beim Starten geprüft werden. Welche Ordner Module-Ordner sind, legt dabei die Umgebungsvariable PSModulePath fest. Sie können die Modulorder in Powershell dabei übersichtlich anzeigen lassen, indem Sie sich mit der String-Methode Split() den String in seine Einzelpfade aufsplitten lassen. Geben Sie dafür folgende Codezeile in und bestätigen Sie mit Enter:
$env:psModulePath.split(";")
C:\Users\admin.NETZ-WEISE\Documents\WindowsPowerShell\Modules
C:\Program Files\WindowsPowerShell\Modules
C:\Windows\system32\WindowsPowerShell\v1.0\Modules
Wie Sie im Beispiel sehen können, verwendet Powershell standardmäßig drei Modul-Pfade - einen für Windows-eigene Module im Powershell-Ordner, einen für Nicht-Windows-Module unter "Program Files" und einen benutzerspezifischen im Dokumente-Ordner des Benutzers. Sie können Ihre eigenen Skripte als Module unter "Program Files" oder unter Documents ablegen, wenn das Module nur für den Benutzer zur Verfügung stehen soll. Legen Sie hierfür im Module-Ordner einen neuen Unterordner an, und speichern Sie Ihr Skript innerhalb dieses Ordners mit der Endung .psm1. Sie können als Beispiel die Funktion Replace-SharePath aus dem Tipp Windows Freigaben auf einen neuen Pfad migrieren verwenden. Als Dateinamen verwenden Sie den gleichen Namen wie für den Ordner. Das Modul "KleineHelfer" muß also als "%ProgramFiles%\WindowsPowershell\Modules\KleineHelfer\KleineHelfer.psm1" gepeichert werden. Beim Start der nächsten Powershell-Konsole wird Ihr Modul automatisch geladen. Ist das nicht der Fall, können Sie die Fehlermeldung erzwingen, indem Sie das Modul von Hand mit dem Parameter -force laden:
Emails in Exchange per Powershell suchen und löschen
Manchmal steht man vor der Aufgabe, das einzelne mails aus einem Benutzerpostfach gelöscht werden sollen, z.B. weil Sie Schadcode enthalten, oder auch, weil das Postfach geleert werden soll. Mit Hilfe der Exchange-eigenen Cmdlet Search-Mailbox geht das sehr einfach.
Starten Sie die Exchange Management-Shell. Eine Anleitung der Installation der Shell finden Sie im Artikel "Exchange Cmdlet in Powershell nutzen". Achten Sie darauf, dass Sie das Cmdlet "Search-Mailbox" nicht sehen, solange Sie nicht Mitglieder der Rolle "Mailbox Import Export" sind - das gilt sogar dann, wenn Sie als Organisationsadministrator angemeldet sind. Alternativ können Sie das Problem auch umgehen, indem Sie die Exchange-Snapins direkt importieren.
Anschliessend rufen Sie das Cmdlet Search-Mailbox auf. Der Parameter Identity gibt dabei an, welche Mailbox(en) Sie suchen. Alternativ können Sie die Mailboxen auch per Pipeline an Search-Mailbox übergeben. Mit Hilfe des Parameters -Searchquery geben Sie an, welche Nachrichten gesucht werden. Das Cmdlet verwendet für die Definition der Suchabfragen die KQL (Keyword Query Language). Ein einfaches Beispiel für eine Suche nach dem Begriff "Verrat" in allen mails aller mailboxen sieht so aus:
Get-Mailbox | Search-Mailbox -SearchQuery 'Verrat' -TargetMailbox 'Administrator' -TargetFolder 'NSA'
Zugriff auf SQL-Server per SMO mit Powershell - ohne SMO-Installation!
SQL-Server lassen sich mit Hilfe der SMO-Erweiterungen (Server Management Objects) des SQL-Servers per Powershell wunderbar verwalten. Einen ganzen Satz von Beispielen finden Sie z.B. auf unserer Website unter Dokus. Für den Einsatz von SMO muß SMO allerdings erst einmal installiert werden. Dies geschieht entweder bei der SQL-Server Installation, indem Sie unter der Feature-Auswahl "Client Tools SDK" auswählen, oder indem Sie von der Microsoft-Website aus dem Feature-Pack Download "SharedManagementObjects.msi" und "SQLSysCLRTypes.msi" herunterladen und installieren. Oder Sie bauen sich alternativ ein Powershell-Modul, dass die notwendigen dll´s enthält und von selbst nachlädt. Alles, was Sie hierzu benötigen, sind die beiden Downloads aus dem Feature Pack, und eine Powershell Modul-Datei. Hierfür bietet sich passenderweise eine Manifest-Datei (.psd1) an.
Aber fangen wir von vorne an. SMO ist ein Feature, dass Microsoft eingeführt hat, um die Verwaltung von SQL-Servern aus dem .NET-Framework zu erleichtern. Anstatt über SQL-Befehle kann man per SMO programmatisch über Objekte auf den SQL-Server zugreifen. Und da man mit Powershell auf alles zugreifen kann, was das .Net-Framework zur Verfügung stellt, kann man natürlich auch SMO nutzen. Tatsächlich tun Sie das sogar bereits, wenn Sie mit der SQL-Server Konsole für Powershell (SQLPS) arbeiten, denn das besondere an dieser Konsole ist vor allem, dass beim Starten von SQLPS automatisch die SMO-Assemblies geladen werden.
Unschön an SMO ist, dass auf jedem Rechner, auf dem Sie Ihre SQL-Server Powershell-Scripte laufen lassen möchten, SMO installiert sein muß. Allerdings läßt sich dieses Problem mit einem kleinen Trick umgehen, denn tatsächlich muß die SMO-Funktionalität gar nicht installiert werden - Sie benötigen nur die dll-Dateien, die die SMO-Funktionalität zur Verfügung stellen. Und die erhalten Sie, wenn Sie die beiden oben angegebenen msi-Pakete auf einem beliebigen Rechner installieren. Die SMO-Assemblies finden Sie nach der Installation standardmässig im Ordner %ProgramFiles% unter "Microsoft SQL Server\<Version>\SDK\Assemblies", wobei Version der internen Versionsnummer des SQL-Servers entspricht. Bei einer Standardinstallation von SMO für SQL Server 2014 wäre das also Beispielsweise:
C:\Program Files\Microsoft SQL Server\120\SDK\Assemblies\
Kopieren Sie den Ordner Assemblies. Weiterhin benötigen Sie die "Microsoft.SqlServer.SqlClrProvider.dll", an die allerdings nicht so einfach heran zu kommen ist. Sie ist im Global Assembly Cache installiert und wird standardmässig aus der Explorer-Ansicht gefiltert. Sie müssen den Filter deaktivieren. Starten Sie hierfür den Registieriungseditor und setzen Sie die folgenden Wert:
Die Existenz einer OU testen mit Powershell
Leider bietet das Powershell AD-Modul keine Möglichkeit, auf das Vorhandensein einer Organizational Unit zu testen. Diese Funktion lässt sich aber einfach nachrüsten.
Grundsätzlich kann man die Existenz einer OU testen, indem man einfach das Cmdlet Get-OrganizationalUnit verwendet. Prüft man die Abfrage in einer IF-Bedingung, wird der Scriptblock des IF ausgeführt, wenn die OU existiert. Das Ganze hat allerdings einen Haken, denn Get-ADOrganizationalUnit bricht die Skriptverarbeitung mit einem unbehandelten Fehler ab, wenn die OU nicht existiert.
If ( Get-ADOrganizationalUnit -Identity "OU=test,DC=Netz-Weise,DC=DE" ) { $true }
get-adorganizationalUnit : Directory object not found
Dieses Verhalten kann man sich zunutze machen, indem man die Ausführung des Get-ADOrganizationalUnit mit Try-Catch ausführt. Wird ein unbehandelter Fehler ausgeführt, wird die Catch-Block aufgerufen und ausgeführt. In diesem muß man jetzt nur noch einen $False zurück liefern.
function Test-ADOrganizationalUnit
Zertifikate mit Powershell inklusive des privaten Schlüssels als pfx-Datei exportieren
Im letzten Tipp habe ich gezeigt, wie man Zertifikate mit Powershell Base64-kodiert aus dem Zertifikatsspeicher exportieren kann. Wenn man versucht, mit dem Cmdlet Export-Certificate eine pfx-Datei zu erstellen, - die pfx-Datei ist ein Container, der neben dem Zertifikat auch den privaten Schlüssel enthält und tatsächlich eigentlich das PKCS #12-Formate enthält - stellt man allerdings fest, dass das Cmdlet dazu nicht in der Lage ist. Tatsächlich ist es aber kein Problem - man muß nur das richtige Cmdlet verwenden. Denn zum Export als .pfx-Datei verwendet man Export-PFXCertificate. Die Datei muß allerdings mit einem Kennwort gesichert werden, um den privaten Schlüssel zu sichern:
$pwd = ConvertTo-SecureString -String "geheim" -AsPlainText -Force
Get-ChildItem -Path Cert:\CurrentUser\My\ | Where-Object { $_.subject -eq "cn=NWCertRoot" } |
Export-PfxCertificate -FilePath $home\NwcertRoot.pfx -Password $pwd
Binärdaten in der Registry speichern mit Powershell
In den letzten beiden Artikeln habe ich gezeigt, wie man mit Powershell Binärdaten einlesen kann. Die eingelesenen Daten können auch in der Registry gespeichert werden, und zwar direkt binär oder Base64-codiert als String. Diese Beispiele stammen aus einem Webcast, den ich für die Firmat Netwrix unter dem Titel "Die Windows Registry als Angriffsvektor" am 2. Mai gehalten habe. Die Aufzeichnung kann man unter https://www.netwrix.com/webinars.html#featured anschauen.
Um Daten direkt im Binärformat zu speichern, legen Sie einen neuen Registry-Wert mit dem Cmdlet New-Itemproperty an. Der Schlüssel (Ordner), in dem der Wert erzeugt werden soll, muß dafür existieren.
$FindExe = Get-Content -Path C:\Windows\System32\find.exe -Encoding Byte -Raw
$RegKey = New-Item -Path Registry::Hkey_local_machine\SOFTWARE -Name NetzWeise
New-ItemProperty -Path $RegKey.PSPath -Name Find -Value $FindExe -PropertyType Binary
Um die Datei wieder als Exe-Datei zu speichern, lesen Sie den Schlüssel einfach aus.
$FindBinaryData = (Get-ItemProperty -Path Registry::Hkey_Current_User\SOFTWARE\NetzWeise -Name Find).Find
Set-Content -Value $FindExe -Path c:\temp\find.exe -Encoding Byte
Zufällige (Komplexe) Kennwörter erzeugen mit Powershell
Update: Eine Version mit Hilfe des .NET-Frameworks finden Sie im Artikel Sichere Kennwörter in Powershell generieren, jetzt mit dem .NET Framework
Kennwörter braucht man in Skripten an allen Ecken und Enden, speziell dann, wenn man Benutzer erstellen möchten. Bei einer größeren Anzahl von Konten kann da ein Skript ganz hilfreich sein, dass zufällige Kennwörter generiert. Das ist mit Powershell relativ einfach gemacht. Alles, was man benötigt, ist eine Funktionalität zum Erstellen von Zufallswerten und die Möglichkeit, Zahlen in Buchstaben umzuwandeln. Das Cmdlet Get-Random liefert Zufallszahlen zurück:
Get-Random -Min 10 -Max 100
Die vollständige Auflistung der Funktionen Get-Random können Sie in der Powershell-Hilfe nachlesen. Für uns interessant ist der Parameter -Inputobject, über den man Get-Random ein Array mit Werten übergeben kann, aus denen der Zielwert gewählt wird.
$ZufallsListe = 65..90
$Zufallszahl = Get-Random -InputObject $Zufallsliste
Sichere Kennwörter in Powershell generieren, jetzt mit dem .NET Framework
In meinem Blogeintrag Zufällige (Komplexe) Kennwörter erzeugen mit Powershell vom 23.04 habe ich gezeigt, wie man komplexe Kennwörter mit Powershell generieren kann, indem man zufällige Zeichen mit Get-Random erzeugt. Aber es geht auch einfacher, denn das .NET-Framework bietet bereits eine fertige statische Methode zum generieren von Kennwörtern, die man in Powershell nur noch laden muß. Die Methode heißt GeneratePassword und befindet sich in der [System.Web]-Assembly. Die Assembly ist in Powershell allerdings nicht standardmäßig geladen. Dies kann man mit dem Cmdlet Add-Type erledigen:
Add-Type -AssemblyName System.web
Nun können Sie die Methode GeneratePassword aus der Klasse [System.Web.Security.Membership] aufrufen. Der Aufruf erfolgt über [Klasse]::Methodenname(Parameter):
[System.Web.Security.Membership]::GeneratePassword(10,3)
Die beiden Parameter 10 und 3 bestimmen die Anzahl der Zeichen sowie die nicht-Alphanumerischen Zeichen, die das Kennwort enthalten muß.
Details von GPO-Backups anzeigen mit Powershell
Wenn Sie ein Gruppenrichtlinienbackup erstellen, wird für jede GPO ein eigener Sicherungsordner angelegt. Der Sicherungsordner trägt allerdings nicht den Namen der GPO, sondern es wird für jede Sicherung eine eigene GUID erstellt.
Wenn Sie die Sicherung in der Domäne wiederherstellen möchten, in der Sie die Sicherung angelegt haben, ist das nicht problematisch, da die GPMC Ihnen über "Manage Backups" auf den Container "Group Policy Objects" die Details Ihrer Backups anzeigt. Wenn Sie die Backups allerdings auf eine andere Domäne übertragen wollen, fehlen Ihnen diese Informationen. Vor allem bei umfangreichen Backups hilft dann nur eine gute Dokumenation oder die folgenden beiden Funktionen, die einen Backup-Ordner einlesen und die relevanten Informationen auslesen können.
ConvertFrom-GPVersion konvertiert die 32-Bit Versionsnummern der Computer- bzw. Benutzerkonfiguration in einen dezimalen Versionswert. Sie wird von Get-GPOBackupInfoFromXML verwendet, um die korrekte Version der User-bzw. Computerkonfiguration zu berechnen. Beide Funktionen sind auch Bestandteil des aktuellen GPHelper-Powershellmoduls.
function ConvertFrom-GPVersion
{
Send-Mailmessage erzeugt keine verwendbaren Fehler - und wie man damit umgeht
{emailcloak=off}
Send-Mailmessage ist ein sehr nützliches Cmdlet, um Emails direkt aus Powershell an einen Mailserver zu senden. Er steht seit Powershell 2.0 zur Verfügung und vermeidet so, dass man sich direkt mit dem [System.net.mail]-Typ herumschlagen muß. Allerdings zeigt das Cmdlet ein sehr merkwürdiges Fehlerverhalten.
Wenn man versucht, Verbindungsfehler abzufangen, ist ein erster vernünftiger Ansatz, einfach auf den Parameter -Errorvariable zurückzugreifen:
Send-Mailmessage -SmtpServer mail.meineFirma.de -Subject 'Warnung' -Body 'Hier kommt die Maus' -From 'Elefant@netz-weise.xyz' -to 'Maulwurf@netz-weise.xyz' -ErrorVariable Fehlermeldung
If ( $Fehlermeldung ) { $Fehlermeldung.Exception.Message }
Tritt ein Fehler auf, wird dieser direkt in der Variablen $Fehlermeldung gespeichert. Achtung, bei der Angabe der Fehlervariablen wird kein $-Zeichen angegeben!
Mails (nicht nur in Outlook) automatisch sortieren mit der Plus-Adressierung in Exchange Online
{emailcloak=off} Seit Mai 2022 hat Exchange eine neue Funktion erhalten, die sich wunderbar verwenden lässt, um eingehende Newsletter-mails und ähnliches automatisch zu sortieren. Diese Funktion nennt sich Plus-Adressierung, weil man in die eigene Email-Adresse einfach ein + gefolgt von einem selbstgewählten Text erweitern kann, die dann ...
Symbole in der Windows-Taskleiste funktionieren nicht
Seit einiger Zeit habe ich auf mehreren Windows 11-Rechnern ein ziemlich merkwürdiges Problem - einige Icons in der Taskleiste werden mit einem Standard-Icon statt mit dem zugehörigen Programm-Icon angezeigt. Das Problem scheint ein Bug in Windows 11 zu sein, und die Ursache ist ein korrupter Icon Cache. Grundsätzlich kann man das Problem relativ e...
Powershell parallelisieren mit Runspaces
Dieser Blogpost ist eine kurze Zusammenfassung von Powershell Runspaces am Beispiel eines Massenping. Ich fasse das Thema hier zusammen, weil Runspaces immer sehr mächtig und komplziert wirken, obwohl sie tatsächlich mit wenigen Zeilen Text beschrieben werden können. Das Problem: Ein Skript soll anhand einer bekannten Adresse (des Routers) herausfi...