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HedgeDoc: Kollaborative Markdown-Notizen für Trainings und Workshops

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Echtzeit-Zusammenarbeit an Dokumenten muss nicht zwangsläufig über proprietäre Cloud-Dienste laufen. Wer Wert auf Datenschutz, Open Source und Markdown legt, findet in HedgeDoc (ehemals CodiMD) eine leistungsstarke Lösung.

Das Problem in Schulungen & Workshops

Wer technische Schulungen, Workshops oder Meetups leitet, kennt die typischen Reibungspunkte: Wo tauscht man während der Session schnell Code-Snippets, Links und Zwischenergebnisse aus? Proprietäre Cloud-Tools scheitern hier oft an Registrierungshürden, Firmen-Firewalls oder Datenschutzbedenken.

HedgeDoc schließt diese Lücke als schlanke, quelloffene Plattform für kollaborative Notizen in Echtzeit – komplett in Eigenregie betreibbar.

Die wichtigsten Features im Überblick

  • Echtzeit-Kollaboration: Mehrere Personen arbeiten simultan am selben Dokument – inklusive synchroner Live-Vorschau.
  • Zero-Onboarding für Teilnehmende: Über flexible Berechtigungsstufen (Frei editierbar, Nur Lesen oder Eingeloggte Nutzer) können Teilnehmende per Link sofort mitarbeiten – ganz ohne Account-Erstellung oder Software-Installation.
  • Entwickler- & Admin-freundliche Werkzeuge:
    • Syntax-Highlighting: Saubere Darstellung für praktisch jede Programmier- und Skriptsprache.
    • Diagrams-as-Code: Architektur- und Ablaufdiagramme lassen sich via Mermaid oder PlantUML direkt im Dokument rendern.
    • Formeln & Checklisten: Unterstützung für mathematische Ausdrücke (MathJax) und interaktive Aufgabenlisten.
  • Vom Skript zur Präsentation: Mit einfachen Trennzeichen (---) wandelt HedgeDoc das Dokument in interaktive Reveal.js-Slides um. Kursunterlagen und Präsentationsfolien stammen so aus einer einzigen Quelle.
  • Enterprise-Authentifizierung: Nahtlose Integration mit OAuth2, LDAP, SAML, GitHub oder über die lokale Benutzerverwaltung.

Self-Hosting: Volle Datenhoheit via Docker

Als Open-Source-Projekt (AGPLv3) lässt sich HedgeDoc schnell auf der eigenen Infrastruktur bereitstellen.

Hier ein produktionsnahes docker-compose.yml-Beispiel mit Healthcheck und persistenten Uploads:

services:
  database:
    image: postgres:17-alpine
    environment:
      - POSTGRES_USER=${DB_USERNAME}
      - POSTGRES_PASSWORD=${DB_PASSWORD}
      - POSTGRES_DB=${DB_DATABASE}
    healthcheck:
      test: ["CMD", "pg_isready", "-q", "-d", "${DB_DATABASE}", "-U", "${DB_USERNAME}"]
      timeout: 10s
      interval: 10s
      retries: 5
    volumes:
      - /volume/docker/hedgedoc/database:/var/lib/postgresql/data
    restart: always

  app:
    image: quay.io/hedgedoc/hedgedoc:1.10.7-alpine
    environment:
      - CMD_DB_URL=postgres://${DB_USERNAME}:${DB_PASSWORD}@database:5432/${DB_DATABASE}
      - CMD_DOMAIN=192.168.2.12
      - CMD_URL_ADDPORT=true
      - CMD_ALLOW_ANONYMOUS=true
      - CMD_IMAGE_UPLOAD_TYPE=filesystem
      - CMD_UPLOADS_PATH=/hedgedoc/public/uploads
    volumes:
      - /volume/docker/hedgedoc/uploads:/hedgedoc/public/uploads
    ports:
      - "3000:3000"
    restart: always
    depends_on:
      database:
        condition: service_healthy

Tipp für Produktivumgebungen: Mit CMD_ALLOW_ANONYMOUS=false lässt sich das Erstellen neuer Pads auf authentifizierte Trainer beschränken, während Teilnehmende als Gäste nur auf explizit freigegebene Sessions zugreifen dürfen.

Fazit

HedgeDoc schlägt die Brücke zwischen statischen Handouts und überladenen Whiteboard-Tools. Es bietet Trainern maximale Flexibilität, respektiert die Privatsphäre der Teilnehmenden und lässt sich nahtlos in die eigene Server-Landschaft integrieren.

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Montag, 21. September 2026