Weisheiten - der Netz-Weise Blog

Hier finden Sie Tipps und Tricks für vor, während und nach der Schulung.

Der PXE-Client startet nicht von WDS-Server - No UEFI-compatible file system found

Gestern bin ich auf ein merkwürdiges Phänomen gestossen. Nach der Installation eines WDS-Server (Windows Deployment Server) wollte der UEFI-PXE Boot nicht funktionieren. Das BIOS gab nur eine Meldung "TFTP-Error" und "No UEFI-compatible File system was found" aus. Der Boot per Legacy-Boot funktionerte aber einwandfrei. Nach einigem Hin- und her habe ich vor Verzweifelung Wireshark installiert. Untenstehend ein beispielhafter Mitschnitt:

 

Man sieht hier sehr schön, wie der Client eine IP-Adresse angeboten bekommt und auch annimmt (DHCP Ack). Danach startet der Client einen Read-Request per TFTP auf das Boot-File wdsmgfw.efi, das vom Server mit einer File Not Found Fehlermeldung beantwortet wird. Auf unserem Firmeneigenen WDS-Server ist das File vorhanden, wie ich nach kurzer Kontrolle feststellen konnte. Eine kurze Google-Recherche bestätigte dann die Vermutung - das File ist bei der Installation nicht in den Boot-Ordner kopiert worden, wo es aber hätte sein müssen. Ich habe das Phänomen noch nicht bis zum Ende verfolgt, aber ich vermute, der Fehler tritt bei einer Windows Server 2016 RTM-Installation auf.

Um das Problem zu lösen, müssen Sie nur die Datei wdsmgfw.efi in den Ordner "RemoteInstall\Boot\x64" Ihres WDS-Servers kopieren. Sie finden Sie unter %windir%\System32\RemInst\boot\x64\wdsmgfw.efi

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Computernamen und DNS-Namen einer Maschine mit Powershell ermitteln

Um den Computernamen zu ermitteln, kann man den Kommandozeilenbefehl Hostname verwenden. Es gibt in Powershell aber keine direkte Möglichkeit, den DNS-Namen eines Computers abzufragen. Hier hilft die DNS-Klasse aus dem .Net Framework aus:

Hostname # Zeigt den Netbios-Computernamen an
$ComputerSystem = [System.Net.Dns]::GetHostByName(($env:computerName))

Das zurückgelieferte Objekt hat drei Eigenschaften, Hostname, Aliases und Addresslist

HostName          Aliases AddressList
--------          ------- -----------
DC1.netz-weise.eu {}      {10.1.0.200}

 

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Windows 10 startet immer neu statt herunterzufahren

Unter Windows 10 kann es vorkommen, dass das Herunterfahren des Systems einen Neustart auslöst, anstatt das Gerät auszuschalten. Die Ursache ist vermutlich ein fehlerhafter Treiber, der Windows daran hindert, in den Energiesparmodus zu wechseln. Es handelt sich hierbei um eine neue Funktion, die mit Windows 8 eingeführt wurde, und die als Schnellstartmodus bezeichnet wird. Anstatt das System vollständig herunter zu fahren, wird der aktuelle Benutzer nur abgemeldet und das System dann in den Hibernation-Mode (Ruhezustand) versetzt. Im Ruhezustand wird der Inhalt des Arbeitsspeichers in die Datei hiberfil.sys geschrieben und beim Einschalten wieder gestartet. Dadurch muß beim Hochfahren des Systems nicht mehr das Gerät initialisiert werden, sonden es wird nur noch der letzte Zustand geladen, was deutlich schneller geht.

Wenn ein Fehlerhafter Treiber, eine Fehlerhafte Datei oder ein Bug in Windows das Herstellen des Ruhezustands verhindert, schaltet sich der Rechner nicht ab, sondern öffnet sofort wieder das Anmeldefenster. Um das Problem temporär zu lösen, können Sie den Rechner zwingen, komplett herunter zu fahren, indem Sie beim Klicken auf den Eintrag "Herunterfahren" die Shift-Taste gedrückt halten. Alternativ können Sie den Rechner mithilfe der Kommandozeile ausschalten. Erstellen Sie sich dazu ein Batch-Datei (eine Textdatei mit der Endung .cmd oder .bat) und schreiben Sie folgenden Befehl in die Datei:

Shutdown /s /t 0

Der Shutdown-Befehl fährt den Rechner immer komplett herunter, es sei denn, sie geben explizit den Parameter /hybrid mit an.

Um den Fehler zu beheben, stehen Ihnen, je nach Ursache, mehrere Möglichkeiten zu Auswahl. Wenn es sich um ein Problem des Betriebssystems handelt, dass nach einem Update aufgetreten ist, hilft es vielleicht schon, die neuesten Windows-Updates einzuspielen. Hilft das nicht, versuchen Sie die Gerätetreiber zu akutalisieren. Übliche Verdächtige sind die Netzwerkkarte, die Grafikkarte oder die Chipsatztreiber.

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Mehrfach-Umbenennen mit Powershell, Rename-Item und regulären Ausdrücken

Eine Datei umzubenennen ist mit Powershell mit Hilfe des Cmdlets Rename-Item relativ einfach möglich. Sie müssen nur den Namen der Datei und den neuen Namen angeben:

Rename-Item -Path C:\temp\Test.txt -NewName Produktion.txt

Es gibt aber auch die Möglichkeit, mehrere Dateien in einem Rutsch umzubenennen. Hierfür können Sie die umzubennenden Dateien per Pipeline an Rename-Item weiterleiten und neuen Namen über einen Skriptblock definieren:

Get-ChildItem -Path C:\Skripte\*.ps1 | Rename-Item -NewName { $_.basename + ".txt"  }

In diesem einfachen Beispiel werden alle Dateien mit der Endung .ps1 im Ordner c:\Skripte in .txt umbenannt - $_ ist ein Platzhalter für die einzelnen Dateien, .basename beinhaltet den Dateinamen ohne Dateiendung.

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Powershell Ausgabeströme verstehen und umleiten

"Ein Überblick darüber, wie Powershell Daten ausgibt, und wie sie dieses Verhalten steuern können. Wenn Sie in Powershell Daten an der Konsole ausgeben wollen, stehen Ihnen eine ganze Reihe von Commandlets zur Verfügung. Die wichtigsten sind:

  • Write-Output
  • Write-Error
  • Write-Warning
  • Write-Verbose
  • Write-Debug

Außerdem gibt es noch das gerne genutzte, aber leider böse Write-Host. Warum Write-Host böse ist, werden Sie gleich verstehen. Die 5 vorgestellten Commandlets haben alle eigene ""Ausgabeströme"" oder Kanäle, in denen die Daten ausgegeben werden. Man kann sich das vorstellen wie 5 parallele Straßen, auf denen der Verkehr geregelt wird. Die Linke Spur ist für LKW vorgesehen, die 2. Spur für Busse, die 3. für Taxen, die 4. für normalen Personenverkehr und die 5. für Einsatzfahrzeugt. Normalerweise sind die Spuren komplett voneinander getrennt, kommen sich also nicht in Gehege. Der normale Ausgabestrom wird auch von der Pipeline genutzt. Daten, die mit Write-Output in den Ausgabestrom geschrieben werden, landen in der Pipeline und können dort weiterverarbeitet werden. Alle anderen Ausgaben (Fehler, Debugmeldungen usw.) landen nicht in der Pipeline, da die Pipeline nur am Standard-Ausgabestrom hängt. Dadurch können alle in der Pipeline nicht benötigten Daten aus Ihr heraus gehalten werden. Genau wie auf einer Straße die Spuren gewechselt werden können, kann man in der Powershell auch Daten umleiten. Dafür gibt es den Umleitungsoperator >&. Vor dem > steht der Strom, der umgeleitet werden soll, hinter dem & steht der Strom, auf den umgeleitet werden soll. Die Ströme sind eindeutig durchnummeriert: 1 Output 2 Error 3 Warning 4 Verbose 5 Debug Das Kommando

$VerboseMessage = Write-Verbose -message "Dies ist eine Ausgabe" -verbose 4>&1

schreibt die Ausgabe des Write-Verbose-Befehls in eine Variable. Geben Sie nur

$VerboseMessage = Write-Verbose -message "Dies ist eine Ausgabe" -verbose

ohne den Umleitungsoperator an, wird die Nachricht ausgegeben, aber nicht in der Variablen gespeichert. (Der Parameter -verbose ist übrigens dafür da, ausführliche Nachrichten überhaupt erst auszugeben. Write-Verbose Ausgaben werden nur angezeigt, wenn die Variable $VerbosePreference auf Stop, Inquire oder Continue gesetzt ist, oder im Commandlet explizit der Parameter -verbose gesetzt wurde.) Das die Ausgabe nur mit dem Zuweisungsoperator 4>&1 gespeichert wird, liegt daran, dass in Variablen immer nur der Standard-Ausgabestrom gespeichert wird. Dadurch werde Fehlermeldungen usw. aus den Variablen heraus gehalten. Wollen Sie alle Ausgaben in eine Datei speichern, so hilft Ihnen die Umleitung *> c:\outputfile.txt Diese Ausgabe leitet sämtliche Ausagen in die Zieldatei um. Aber dummerweise nicht die Ausgaben, die write-host generiert. Write-Host nutzt nämlich keinen der Ausgabeströme, sondern schreibt direkt in die Konsole. Dadurch geht sämliche Kontrolle über die Ausgabe verloren. Nutzen Sie daher am Besten, soweit möglich, immer write-output für Ihre Ausgaben. "

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Bitlocker mit FDE (Verschlüsselung in Hardware) nutzen

*Update*: Microsoft unterstützt die Verschlüsselung in Hardware seit Windows 10 1903 nicht mehr, da es zu häufig Probleme mit der Implementierung der Hersteller gab.

"So verschlüsseln Sie Ihre Festplatte performant, aber zentral verwaltet Seit Windows 8 unterstützt Bitlocker die Möglichkeit, direkt die Hardwareverschlüsselung der Festplatte zu nutzen. Diese Technik wird von Microsoft als edrive bezeichnet. Dadurch, dass Bitlocker die Daten nicht mehr verschlüsseln muß, bevor er sie auf der Festplatte speichert, bekommt man die Verschlüsselung quasi komplett ohne Performance-Einbußen. Im Gegensatz zur reinen FDE-Verschlüsselung (Full Drive Encryption), also der Verschlüsselung direkt durch die Festplatte ohne Bitlocker, kann man die Verschlüsselung aber zentral administrieren. Leider ist das Feature mal wieder bescheiden dokumentiert. Daher habe hier nach einer langen Leidens- bzw. Experimentierphase mal alle Erkenntnisse zusammengetragen. Um Bitlocker mit FDE nutzen zu können, benötigt man zum einen eine Festplatte (SSD), die FDE unterstützt und OPAL 2.0 kompatibel ist. Zwei Modelle, von denen ich das definitv weiß, sind die Crucial M500 und Nachfolgemodelle, sowie die Samsung Evo 840. Zum anderen muß der Computer bereits über UEFI-Bios (ab UEFI 2.3.1) verfügen und UEFI muß aktiviert sein. Der Secure Boot Mode darf laut Crucial nicht aktiviert sein! Um die Hardware-Verschlüsselung nutzen zu können, muß Windows im UEFI-Modus installiert werden. Das passiert automatisch, wenn das BIOS auf UEFI-Boot gesetzt ist. Eine große Stolperfalle: Die Festplatte muß leer und blank sein, wenn Windows die Installation startet. Dafür reicht es NICHT aus, die Partitionen auf der Festplatte im Installationsmenü zu löschen - das habe ich auf dem harten Weg gelernt. Löschen Sie stattdessen die Festplatte mit Diskpart, falls die Platte bereits initialisiert war. Dazu können Sie im Installationsmenü von Windows 8 die Tastenkombination shift-F10 drücken. Dann öffnet sich ein Kommandozeilenfenster. Geben Sie folgende Befehlskombination ein:

List Disk 
-> Finden Sie aus der List Ihre SSD
Select Disk
-> Geben Sie die Nummer Ihrer Festplatte an
Clean
-> löscht die Festplatte ratzekahl leer

Achtung! Clean heißt, dass die Festplatte komplett komplett gelöscht wird. Die Partitionen genauso wie die Partitionstabellen werden entfernt. Kontrollieren Sie also 3 mal, ob sie den richtigen Datenträger ausgewählt haben. Nun können Sie Windows 8 installieren. Nach der Installation können Sie Bitlocker installieren. Wenn Sie kein TPM (Trusted Platform Module) in Ihrem PC haben, müssen Sie Windows explizit erlauben, die Verschlüsselung mit USB-Datenträger oder Kennwort zu sichern. Starten Sie hierfür GPEdit.msc und öffnen Sie ""Computerkonfiguration -> Administrative Vorlagen -> Windows Komponenten -> Bitlocker Laufwerksverschlüsselung -> Betriebssystemlaufwerke -> Zusätzliche Authentifizierung beim Start anfordern"" und setzen sie den Radiobutton bei aktiviert. Anschliessend klicken Sie auf OK. Um sicher zu gehen, dass Sie wirklich die Hardwareverschlüsselung nutzen, verwenden Sie zur Aktivierung am Besten die Powershell. Starten Sie dafür ein Windows Powershell-Fenster mit Administrativen Rechten und starten Sie folgenden Befehl:

$password = ConvertTo-SecureString -String "Passwort" -AsPlainText -Force
Enable-BitLocker -MountPoint "C:" -HardwareEncryption -PasswordProtector -Password $Password

Wobei Mountpoint dem Laufwerk entspricht, dass Sie verschlüsseln wollen. Gibt es ein Problem mit Ihrer Konfiguration, meldet der Befehl, dass eine Hardwareverschlüsselung nicht möglich ist. Um Bitlocker per GUI zu aktivieren, starten Sie die Systemsteuerung, wählen ""Bitlocker Laufwerkverschlüsselung"" und dann aktivieren für das zu verschlüsselnde Laufwerk. Geben Sie ein Kennwort ein und wählen Sie, wo Sie den Wiederherstellungsschlüssel speichern wollen (Achtung! Wenn Sie den Wiederherstellungsschlüssel verlieren und Ihr Kennwort vergessen, kann bestenfalls der NSA noch Ihre Daten wiederherstellen, wobei selbst das eher unwahrscheinlich ist!). Danach wird eine Systemüberprüfung durchgeführt. Wenn Ihnen Bitlocker da"

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VHD-Dateien beim Windows-Start automatisch mounten

"So mounten Sie eine VHD oder VHDX-Datei beim Systemstart von Windows automatisch Windows kann seit Vista virtuelle Festplatten wie normale Datenträger bereit stellen. Um das zu bewerkstelligen, können Sie in die Computerverwaltung -> Datenspeicher -> Datenträgerverwaltung gehen, das Kontextmenü der Datenträgerverwaltung öffnen und auswählen "virtuelle Festplatte anfügen". Alternativ können Sie auch das Powershell-Commandlet Mount-VHD verwenden:

mount-vhd -path C:\vhd\daten.vhdx 

Leider ist der Datenträger nur so lange eingehängt, bis der Computer neu gestartet wird. Wenn Sie die virtuelle Festplatte aber gerne bei jedem Systemstart verfügbar hätten, müssen Sie tricksen. Variante 1: Nutzen Sie das Tool vhd attach. VHD Attach stellt eine grafische Oberfläche für die Verwaltung von VHD-Dateien zur Verfügung, installiert aber auch einen Dienst, der beim Systemstart eine vhd-Datei einhängen kann. Dafür starten Sie VHD Attach, mounten die Festplatte, die sie benötigen, und klicken dann im Menü auf ""Auto-Mounted"". Variante 2: Wenn Sie mehrere Maschinen mit einem Auto-Mount einrichten oder ohne Installation auskommen wollen, hilft Ihnen der Task-Scheduler weiter (Aufgabenplanung im Deutschen). Hier können Sie eine Aufgabe anlegen, die beim Systemstart ausgeführt wird und ein Powershell-Script mit mount-vhd startet. Und als kleine Fingerübung machen wird das gleich mit Powershell und einem geplanten Task. (Mehr zu geschedulten Tasks und Jobs in meinem nächsten Tipp).

$user = new-object -typename System.Management.Automation.PSCredential -argumentlist $Username,$Password 
$action = $jobtrigger = New-JobTrigger -AtStartup
New-ScheduledTaskAction -Execute 'powershell.exe' -Argument "-noprofile -command mount-vhd -Path 'C:\vhd\daten.vhdx'"
Register-ScheduledTask -TaskName Mount_VHD -Trigger $jobtrigger -Action $action -User "system" -RunLevel Highest

Der Jobtrigger -AtStartup legt fest, dass der Task beim Systemstart ausgeführt werden soll. Mit Register-ScheduledTask wird die Aufgabe im Taskplaner registriert. Die Action ist der Powershell-Aufruf, der das Befehl "Mount-VHD" startet. Erwähnenswert ist noch, dass der Task als Benutzer "System" gestartet wird und damit automatisch administrative Rechte hat. Um den Task als System zu starten, benötigt man allerdings administrative Berechtigungen.

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Bitlocker-Laufwerke wiederherstellen ohne Recovery-Key

Wenn Ihr Rechner mit einer Bitlocker verschlüsselten Festplatte arbeitet und aufgrund eines Bootproblems nicht mehr startet, benötigen Sie den Recovery-Key - oder diesen Artikel. Wenn Ihr Rechner mit einer Bitlocker verschlüsselten Startpartition arbeitet, kann es schon mal passieren, dass der Rechner nach einem Absturz nicht mehr starten will. Dann benötigen Sie, um aus den Reparaturoptionen auf das Laufwerk zugreifen zu können, den Recovery-Key, der beim erstellen des Laufwerks erzeugt wurde. Oder Sie starten eine Kommandozeile und entschlüsseln die Platte mithilfe des Kommandozeilentools manage-bde.exe. manage-bde kann die Festplatte von der Kommandozeile aus mit der Recovery-Key-Datei, dem Recovery-Kennwort (ein ellenlanger Zahlenschlüssel) oder mit dem Kennwort entschlüsseln, mit dem Sie die Platte verschlüsselt haben. Starten Sie hierzu Ihren Rechner, geben Sie Ihr Kennwort ein, und warten Sie, bis Windows Sie ihnen sagt, dass der Rechner nicht gestartet werden kann. Wählen Sie dann Reparieren oder Problembehandlung und dann erweiterte Optionen. Anschliessend wählen Sie "Eingabeaufforderung aus.  Der Rechner startet nun neu. Melden Sie sich an und geben Sie in der sich öffnenden Kommandozeile folgenden Befehl ein, wobei Sie C: durch den Laufwerksbuchstaben ihres verschlüsselten Laufwerks ersetzen: 

manage-bde -unlock c: -password "Ihr Kennwort"
manage-bde -off C:

Das Laufwerk wir jetzt entschlüsselt und Bitlocker deaktiviert. Anschließend können Sie Ihren Rechner wieder im Reparaturmodus starten. An dieser Stelle empfiehlt es sich, eventuell schnell noch ein Backup Ihrer Daten zu machen. Anschliessend können eventuell folgende Befehle Ihren Rechner wieder flott machen: 

chkdsk C: /V /F
bootrec /fixboot
bootrec /RebuildBcd

Übrigens ist es für dieses Vorgehen notwendig, den Rechner wirklich über den Reparaturmodus zu starten, nicht über einen PE-Stick. Ansonsten könnte Sie beim aufrufen von manage-bde folgende Fehlermeldung begrüßen:

ERROR: An error occurred <code 0x80070057>
The parameter is incorrect
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Hyper-V VM startet nicht mit Fehler "weil der Hypervisor nicht ausgeführt wird"

Ihre Hyper-V virtuellen Maschinen melden "Der virtuelle Computer konnte nicht gestartet werden, da der Hypervisor nicht ausgeführt wird" Dieses Problem kann auftreten, wenn die Virtualisierungsfunktionen im BIOS nicht freigeschaltet sind. Das kann man z.B. mit dem Sysinternals-Tool "Coreinfo" aus der Sysinternals-Suite testen. Eine weitere Ursache kann sein, dass der Hypervisor-Eintrag im Boot-Menü fehlt, z.B. nach einer Reparatur des Bootmenüs, oder wenn Sie von einer vhd aus Ihr Windows starten. Dann hilft folgender Aufruf in einer vom Administrator gestarteten Kommandozeile (rechte Maustaste auf cmd.exe und "Ausführen als Administrator):

bcdedit /set hypervisorlaunchtype Auto
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Get-content und der RAW-Switch

"Mit Powershell 3.0 wurde der Get-Content-Befehl um einen Switch-Parameter erweitert, um Inhalte in einen einzigen String einzulesen statt zeilenweiseDer Get-Content-Befehl liest Textdateien normalerweise Zeilenweise ein. Der Inhalt einer Textdatei wird damit in ein Array eingelesen, wobei jede Zeile in einer einzelnen String-Variablen gespeichert wird. Das ist allerdings nicht nur langwierig, sondern oft auch nicht erwünscht. Mit dem -RAW Switch ignoriert get-content Newline-Zeichen und liest den Dateiinhalt in einen einzigen String ein. Das geht deutlich schneller, wenn man nicht auf die einzelnen Zeilen zugreifen möchte, sondern den Dateiinhalt braucht, wie er ist. Wenn es um sehr große Dateien geht, erweist sich die .net-Klasse [io.file] als noch deutlich schneller: $file = [io.file]::ReadAllLines('C:\temp\WindowsUpdate.log')"
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Werte und Arrays aus Funktionen zurück liefern

Eine Funktion bei Powershell ist eigentlich nur ein benannter Scriptblock. Funktionen kann man nutzen, um Scripte übersichtlicher zu gestalten und bestimmte Funktionalitäten immer wieder aufrufbar in einen Block zu "giessen". Wenn Sie eine Funktion schreiben, soll diese fast immer auch Werte zurück liefern, mit denen Sie weiterarbeiten können. In vielen anderen Programmiersprachen verwendet man hierzu das Return-Statement. Powershell kann das grundsätzlich auch, allerdings ist das Return-Statement nicht wirklich notwendig, um Rückgaben zu erzeugen, da grundsätzlich jede Ausgabe von einer Funktion ausgegeben wird. Hierzu ein kleines Beispiel:

function Return-Value
{
    1
    Return 2
}
$Rueckgabe = Return-Value

Was befindet sich jetzt in der Variable $Rueckgabe? Nicht der Wert 2, wie man vermuten könnte, sondern $Rueckgabe ist ein Array, dass die Werte 1 und 2 enthält. Ein weiteres Beispiel:

function Return-Value
{
    1
    2 "Schoene Gruesse von Return-Value"
}
$Rueckgabe = Return-Value

$Rueckgabe ist wieder ein Array, das 3 Werte enthält, und das auch ohne Return. Return ist zur Rückgabe von Werten also nicht notwendig. Wofür benötigt man dann noch Return? Return beendet außerdem die Funktion. Befehle, die nach Return stehen, werden also nicht ausgeführt! Wenn Sie Arrays aus einer Funktion zurück liefern wollen, müssen Sie vorsichtig sein! Möchten Sie beispielsweise 2 Arrays zurückgeben, so fügt Powershell diese in der Rückgabe zu einem Array zusammen:&nb

function Return-Value 
{
$arr1 = 1,2,3,4
$arr2 = 5,6,7
$arr1
$arr2
}
$Rueckgabe = Return-Value

Rueckgabe enhält wiederum ein Array mit den Werten 1 bis 7. Geben Sie $Rueckgabe[0] an, so erhalten Sie aber nicht das erste Array, sondern nur den Werte 1. Um Powershell anzuweisen, die Arrays beizubehalten, müssen Sie der Ausgabe ein Komma voran stellen:

function Return-Value 
{
$arr1 = 1,2,3,4
$arr2 = 5,6,7
$arr1,$arr2
}
$Rueckgabe = Return-Value

Dann gibt $Rueckgabe[0] auch die Werte 1 bis 4 zurück.

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Parametrisierte Programme in Powershell starten am Beispiel von 7Zip

Wenn man in Powershell ein ausführbares Programm starten möchte, kann man das normalerweise machen, indem man den direkten Pfad in der in der Konsole einfach aufruft. Genauso kann man ein Programm in einem Script direkt referenzieren.

C:\programme\7zip\7z.exe

Problematischer wird das, wenn der Pfad, in dem sich das Programm befindet, Leerzeichen enthält. Der Programmpfad muß dann in Anführungszeichen gesetzt werden, wird nun aber als String interpretiert und kann nicht mehr direkt aufgerufen. Powershell gibt stattdessen einfach nur den String zurück.

'C:\Program Files\7Zip\7z.exe'
C:\Program Files\7Zip\7z.exe

Die Lösung bietet der Ausführungsoperator &, der Powershell anweist, den folgenden String direkt auszuführen:

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Gültigkeitsbereiche von Variablen und der Modul-Scope in Powershell

Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel von Mike Robbins gestoßen, den ich hier noch einmal kurz zusammengefasst wiedergeben möcht.

Variablen haben in Powershell normalerweise nur eine begrenzten Lebensdauer, die vom Scriptblock definiert ist, in dem Sie deklariert wurde. Sobald der Scriptblock beendet wird, in dem eine Variable deklariert wurde, wird auch die Variable wieder freigegeben. Hierzu ein kleine Beispiel:

$TestVariable = 'Hallo vom Script'
function Test-Scope
{
  $TestVariable = 'Hallo aus der Funktion'
  $TestVariable
}
Test-Scope
$Testvariable

Wie sieht die Ausgabe des Skripts aus und was ist der Inhalt der Testvariablen zu den unterschiedlichen Zeitpunkten?

Das Skript gibt diese Ausgabe zurück:

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Emails mit Skripten oder Multifunktionsgeräten über Office 365 versenden

Wenn Sie mit "Fremdapplikationen" wie Multifunkitionsdruckern oder aus einem Skript Mails über die Microsoft-eigenen Office 365 Exchange-Server versenden wollen, haben Sie grundsätzlich drei Möglichkeiten: Den anonymen Mailversand, den Versand über ein authentifiziertes Benutzerkonto oder einen dezidierten Connector. In dieser Beschreibung möchte ich mich auf die ersten zwei, weil vermutlich häufigesten, konzentrieren. Den vollständigen Artikel von Microsoft zur Einrichtung aller drei Methoden inklusive des Connectors finden Sie unter "Links" am Ende des Textes.

Die einfachste Variante, um mails zu verschicken, ist ein Postfach in Office 365 anzulegen, also einen neuen Benutzer. Danach können Sie sowohl interne mails (also innerhalb Ihrer O365-Organisation) als auch externe Mails verschicken. Sie verwenden für den Mailversand den Server smtp.office365.com und müssen eine Anmeldung mit Benutzername und Kennwort des Postfachbenutzers durchführen. Hier ein kleines Beispiel mit Powershell:

$Password = Convertto-Securestring -String 'Passwort' -AsPlainText -Force
$credential = New-Object PSCredential("Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!",$Password)
Send-MailMessage -SmtpServer smtp.office365.com -Port 587 -UseSsl -Subject 'Ein Fehler ist aufgetreten' -Body 'fehler' -from Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!' -To Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!' -Credential $credential

Alternativ kann für den Versand auch Port 25 verwendet werden, bevorzugt ist aber Port 587, der für TLS-Verschlüsselung verwendet wird.

Der Nachteil dieser Variante ist, dass Sie ein Postfach und damit eine Benutzerlizenz benötigen. Außerdem ist die Menge der mails, die pro Minute verschickt werden können, auf 30 eingeschränkt. Alternativ können Sie aber auch direkt versenden, ohne eine Postfach zu verwenden. Diese Variante funktioniert aber nur für internen Mailversand - Office 365 leitet keine Mails an Benutzer außerhalb Ihrer Organisation weiter.

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Parameter in Powershell-Funktionen und Skripten vor Intellisense verstecken

Der Scriptblock in Powershell stellt standardmäßig einen Param-Block zur Verfügung, über den Parameter an Skripte und Funktionen übergeben werden können. Erweiterte Funktionen bieten darüber hinaus einen ganze Reihe von Parameter-Optionen, um das Verhalten der Parameter steuern zu können. Eine manchmal sehr hilfreiche, unbekannte Parameter-Option ist DontShow, mit der man verhindern kann, dass ein Parameter in Intellisense angezeigt wird.Das kann z.B. nütlich sein, wenn man Hilfsfunktionen baut, die allgemein nutzbar (öffentlich) sind, bei denen bestimmte Hilfsparameter aber nur unter ganz bestimmten Spezialfällen sinnvoll sind. Geben Sie bei den Parameter-Optionen einfach DontShow mit an:

function Test-HiddenParam
{
Param(
   [Parameter(DontShow)]
   [string]$hiddenParameter
)

$hiddenParameter
}

 

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Send-Mailmessage erzeugt keine verwendbaren Fehler - und wie man damit umgeht

Send-Mailmessage ist ein sehr nützliches Cmdlet, um Emails direkt aus Powershell an einen Mailserver zu senden. Er steht seit Powershell 2.0 zur Verfügung und vermeidet so, dass man sich direkt mit dem [System.net.mail]-Typ herumschlagen muß. Allerdings zeigt das Cmdlet ein sehr merkwürdiges Fehlerverhalten.

Wenn man versucht, Verbindungsfehler abzufangen, ist ein erster vernünftiger Ansatz, einfach auf den Parameter -Errorvariable zurückzugreifen:

Send-Mailmessage -SmtpServer mail.meineFirma.de -Subject 'Warnung' -Body 'Hier kommt die Maus' -From Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!' -to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!' -ErrorVariable Fehlermeldung
If ( $Fehlermeldung ) { $Fehlermeldung.Exception.Message }

Tritt ein Fehler auf, wird dieser direkt in der Variablen $Fehlermeldung gespeichert. Achtung, bei der Angabe der Fehlervariablen wird kein $-Zeichen angegeben!

Dummerweise funktioniert diese Herangehensweise nicht. Die Variable $Fehlermeldung bleibt immer leer. Also nächster Versuch, Abfragen der Variablen $Error[0], die alle Fehler als Array speichert und im ersten Eintrag mit dem Index 0 immer den letzten Fehler gespeichert hat. Um herauszufinden, ob Send-Mailmessage einen Fehler geworfen hat oder erfolgreich war, kann man über die Standardvariable $? abrufen. $? ist true, wenn der letzte Befehl erfolgreich war, und false, wenn ein Fehler aufgetreten ist.

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MDT - Autologon nach Installation aktiviert lassen

In letzter Zeit beschäftige ich mich wieder intensiv mit dem MDT, um unsere Schulungs-Rechner mit neuen Windows 10 Images zu versehen. Dafür habe ich ein kleine Powershell-Funktion geschrieben, den den Autologon für einen Benutzer setzt (s.u.). Sie kann den Autologon aktivieren. Leider funktioniert die Funktion nicht innerhalb eines Konfigurationsskriptes im MDT, da nach erfolgter Installation das Aufräumskript Scripts\LTICleanup.wsf den Autologon entfernt. Um den Autologon beizubehalten oder ändern zu können, suchen Sie den Text

     '//----------------------------------------------------------------------------
     '//  Clear the autologon registry keys
     '//----------------------------------------------------------------------------

und kommentieren Sie die nachfolgenden Zeilen bis zum nächsten Kommentarblock mit dem ' aus.

function Set-AutomaticLogon
{
<#
.Synopsis
    Enables Windows Autologon or removes it
.DESCRIPTION
    This function enables Windows Autologon via Registry-Keys or disables it. It is similar
    to the Netplwiz.exe Command
.EXAMPLE
    Set-AutomaticLogon -Enabled -Username Student -Password Password
    Adds an Autologon-Key to the Registry.
.EXAMPLE
    Set-AutomaticLogon -Disabled
    Disables the automatic Logon by removing the User-Password and disabling the Logon-key.
#>
param
(
    [parameter(Mandatory=$True,
               ParameterSetName='Enabled')]
    [switch]$Enabled,

    [parameter(Mandatory=$True,
               ParameterSetName='Disabled')]
    [Switch]$Disabled,

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MDT: Sysprep und Catpure zeigt das Register "Capture Image" nicht an und der Task schlägt fehl

Das Microsoft Deyployment Toolkit 2013 hat in der aktuellen Version 8443 einen Bug, der die Tasksequenz "Sysprep and Capture" funtionsunfähig macht. Leider hat Microsoft den Bug bisher nicht durch eine aktualisierte Version bereinigt. Man kann sich aber schnell selbst behelfen, denn es handelt sich um fehlerhaften VBS-Code in der Datei ZTIUtility.vbs im Ordner Scripts im Root des Deployment-Shares. Ersetzen Sie in Zeile 3327 den Code 

If (oTS.SelectSingleNode("//step[@type='BDD_InstallOS']") is nothing) and (oTS.SelectSingleNode("//step[@type='BDD_UpgradeOS']") is nothing) then

durch

if (oTS.SelectSingleNode("//step[@type='BDD_InstallOS' and @disable='false']") is nothing) and (oTS.SelectSingleNode("//step[@type='BDD_UpgradeOS' and @disable='false']") is nothing) then

Danach sollte die Tasksequenz problemlos durchlaufen.

Links
https://community.spiceworks.com/topic/1924854-mdt-8443-sysprep-capture-task-not-working
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Sichere Kennwörter in Powershell generieren, jetzt mit dem .NET Framework

In meinem Blogeintrag Zufällige (Komplexe) Kennwörter erzeugen mit Powershell vom 23.04 habe ich gezeigt, wie man komplexe Kennwörter mit Powershell generieren kann, indem man zufällige Zeichen mit Get-Random erzeugt. Aber es geht auch einfacher, denn das .NET-Framework bietet bereits eine fertige statische Methode zum generieren von Kennwörtern, die man in Powershell nur noch laden muß. Die Methode heißt GeneratePassword und befindet sich in der [System.Web]-Assembly. Die Assembly ist in Powershell allerdings nicht standardmäßig geladen. Dies kann man mit dem Cmdlet Add-Type erledigen: 

Add-Type -AssemblyName System.web

Nun können Sie die Methode GeneratePassword aus der Klasse [System.Web.Security.Membership] aufrufen. Der Aufruf erfolgt über [Klasse]::Methodenname(Parameter):

[System.Web.Security.Membership]::GeneratePassword(10,3)

Die beiden Parameter 10 und 3 bestimmen die Anzahl der Zeichen sowie die nicht-Alphanumerischen Zeichen, die das Kennwort enthalten muß. 

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Inaktive Benutzer oder Computer mit Powershell finden und deaktivieren

Das Cmdlet Search-ADAccount ist das Schweizer Messer des AD-Administrators. Es zeigt gesperrte Konten genauso an wie deaktiviert Konten, ablaufende Konten und Konten, deren Kennwort niemals abläuft. Der vielleicht hilfreichste Parameter ist aber -AccountInactive, der Konten anzeigt, die sich schon lange nicht mehr in der Domäne angemeldet haben. Grundsätzlich kann man dieses auch mit Get-ADUser und Get-ADComputer lösen, aber das ist aufwändiger und außerdem muß man auch darauf achten, welches AD-Attribut man auswertet, denn es gibt mehrere Eigenschaften, die die letzte Anmeldung speichern, aber nicht alle sind gleich gut geeignet. Eine gute Auflistung der Attribute und deren Unterschiede finden Sie im Technet-Wiki

Um inaktive Konten anzuzeigen, nutzen Sie einfach

Search-ADAccount -AccountInactive

Der Parameter findet sowohl Benutzer- als auch Computerkonten, die sich seit 60 Tagen nicht mehr angemeldet haben. Wenn Sie nur Benutzer suchen, verwenden Sie den Parameter -Usersonly, wenn Sie die Zeitspanne angeben wollen, benutzen Sie den Parameter Timespan, gefolgt von den Tagen seit dem letzten Login:

Search-ADAccount -AccountInactive -TimeSpan 90 -UsersOnly

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