Weisheiten - der Netz-Weise Blog

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ODBC Datenquellen einrichten - 32 Bit, 64 Bit oder AD?

Viele Anwendungen benötigen zur Verbindung mit einem Datenbankserver eine ODBC-Datenquelle. Eine Datenquelle (oder auch DSN - Data Source Name) ist letztendlich nichts weiter als eine auf dem System hinterlegt Konfiguration, die der Anwendung sagt, wie Sie einen Datenbankserver über die ODBC-Schnittstelle (Open Database Connector) ansprechen kann. 

Wenn Sie auf Ihrem Rechner eine ODBC-Datenquelle konfigurieren wollen, können Sie hierfür einen Assitenten verwenden. Geben Sie dafür im Startmenü / Startbildschirm einfach ODBC ein. Windows sollte Ihnen dann zwei möglichen Konfigurationsprogramme anbieten: ODBC-Datenquellen (32-Bit) und ODBC-Datenquellen (64-Bit).

Welche Datenquelle Sie benötigen, hängt dabei einzig von Ihrer Anwendung ab. Verwenden Sie eine 32-Bit Applikation (wie nach wie vor fast alle Office-Programme), benötigen Sie eine 32-Bit Datenquelle, für eine 64-Bit Applikation benötigen Sie eine 64-Bit Datenquelle. 

Die Unterschiede zwischen 32-und 64 Bit liegen im Detail. Zum einen werden unterschiedliche Treiber verwendet. Zum anderen werden, wenn Sie User- oder System-DSNs (Data Source Name) anlegen, 32-Bit-Schlüssel in der Registry nicht unter Software\ODBC angelegt, sondern unter Software\WOW6432Node\ODBC\. Daher ist wichtig, welchen Assistenten Sie zum Anlegen der Datenquelle verwenden. Beide heißen ODBCAD32.exe, liegen allerdings in unterschiedlichen Ordnern. Um beim Anlegen einer 32-Bit-Datenquelle sicher zu stellen, dass Sie wirklich den richtigen Assitenten verwenden, starten Sie den 32-Bit Assistenten am Besten direkt aus %windir%\SysWow64\odbcad32.exe. 

Diese Registry-Werte können Sie über Gruppenrichtlinien (in den Gruppenrichtlinien-Einstellungen oder Prefrences) direkt wieder importieren und dann verteilen, ohne den Assistenten noch einmal bemühen zu müssen. Navigieren Sie dazu einfach in der Computer- oder Benutzerkonfiguration auf Preferences\Windows Settings\Registry und starten Sie über das Kontextmenü des Schlüssels unter dem Eintrag New den Registry-Wizard. Das setzt allerdings voraus, dass Sie die ODBC-Datenquelle auf dem Computer, auf dem Sie die Gruppenrichtlinie konfigurieren, vorher angelegt haben. 

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SQL Server Database mail aus Office 365 nutzen

SQL-Server kann direkt aus dem SQL-Server heraus mails versenden und nutzt dafür ein System, dass sich SQL Server database mail (SQL Server Datenbankmail) nennt. Database mail kann allerdings nicht direkt versenden, sondern benötigt ein mail relay, also einen Mail-Server, der die Daten weiterleitet. Wenn Sie hierfür Office 365 einsetzen möchten, gehen Sie folgendermaßen vor:

Richten Sie zuerst in Office 365 einen neuen Benutzer ein. Der Benutzer benötigt eine Lizenz für Exchange - wählen Sie erste eine Komplettlizenz für den Benutzer aus und entfernen Sie dann die Lizenzen für die anderen Dienste.  Ganz wichtig - melden Sie sich jetzt einmal mit dem Benutzer an! Der Benutzer muss sein Kennwort ändern. Wenn Sie das nicht tun, wird database-mail am Server keine Anmeldung durchführen können - stattdessen erhalten Sie eine Fehlermeldung:

"The SMTP server requires a secure connection or the client was not authenticated. The server response was: 5.7.1 Client was not authenticated".  

Nach der Änderung des Kennworts wechseln Sie im Menü oben rechts auf "outlook" und stellen im Assistenten die Zeitzone und das Land ein. Im Outlook-Fenster können Sie jetzt auf das Zahnrad oben rechts gehen und Optionen auswählen. Hier finden Sie jetzt unter "Einstellungen über POP oder IMAP" den Mailserver, den Sie als Empfänger angeben müssen.  Nun öffnen Sie die Database-Mail-Einstellungen und konfigurieren den Server:

mailserver: smtp.office365.com (oder was immer bei Ihnen eingestellt war)
SSL-Verschlüsselung aktiv
Basis-Authentifizierung (mit den Benutzerdaten)

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