Weisheiten - der Netz-Weise Blog

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Azure Standard VHD Storage verwalten - aktivieren Sie Trim und sparen Sie Geld

Virtuelle Maschinen in Windows Azure speichern Ihre Daten genau wie in Hyper-V in VHD-Dateien. Azure unterstützt dabei allerdings nur das Fixed Size VHD-Format, also weder VHDX noch dynamische Vergrößerung.

Fixed Size VHDs werden bereits bei der Erstellung der VHD mit der Gesamtgröße der Datei angelegt. Erstellen Sie also eine Datei mit 100 GB Größe, nimmt diese auch 100 GB Speicherplatz auf dem Datenträger ein. Damit die Daten auf dem Storage in Azure aber nicht durch Leerdaten zugemüllt werden (und Sie leere Festplatten auch nicht bezahlen müssen, denn die VHDs werden u.a. über den verwendeten Speicherplatz bezahlt), verwaltet der Azure-Storage die VHD-Dateien als Sparse-Daten, was nichts anderes heißt als dass nur die wirklich verwendeten Bereiche der VHD-Datei gespeichert werden. Damit das effizient passieren kann, muss die VM in regelmässigen Abständen der Festplatte (also der VHD) mitteilen, welche Daten wirklich gelöscht wurden - normalerweise entfernen Löschvorgänge nur die Einträge in der Verwaltungsdatei des Dateisystems, bei NTFS die MFT oder Master File Table. Der Datenträger bekommt also gar nicht mit, welche Daten nicht mehr verwendet werden. Spätestens seit SSDs wissen wir, dass es eine gute Idee ist, dem Datenträger ebenfalls mitzuteilen, welche Speicherbereiche gelöscht wurden. Das passiert über den Trim-Befehl, der das Dateisystem mit dem Datenträger abgleicht.

Für in Standard-Storage (nicht auf SSD) abgelegte, manuell verwaltete ("Ungemanagte") Datenträger sollten Sie prüfen, ob Trim aktiviert ist - bei allen andern Varianten wird das automatisch verwaltet. Öffnen Sie hierfür in der Azure-VM eine Kommandozeile und verwenden Sie das File-System-Utility (fsutil.exe) zum prüfen:

fsutilbehavior query DisableDeleteNotify

Wenn fsutil 1 zurück gibt, ist Trim deaktiviert. Zum aktivieren verwenden Sie folgenden Befehl:

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Widerspenstige Azure Storage Accounts löschen - "There is currently a lease on the blob and no lease ID was specified in the request"

Neulich in Azure - Sie wollen einen Strorage-Account löschen, aber er will einfach nicht verschwinden, obwohl die GUI meldet, der Job sei erfolgreich abgeschlossen? Nach einer genauen Untersuchung stellen sie fest, dass das System folgende Fehlermeldung schmeißt: Error: There is currently a lease on the blob and no lease ID was specified in the request.

Das Problem besteht darin, dass sich in dem Storage-Account noch vhd-Dateien befinden, deren VMs inzwischen gelöscht sind, was an Azure aber irgendwie vorbei gegangen ist. In meinem Fall war die Ursache vermutlich, dass ich die Objekte einzeln über Powershell gelöscht habe statt über die Web-GUI. Jedenfalls hat Azure noch eine Verbindung zwischen der VM, die nicht mehr existiert, und der vhd gespeichert und sperrt deswegen die Löschung der Daten. Lösen lässt sich das Problem auch nicht mit den Azure Powershell Cmdlets und dem Parameter Force. Stattdessen hilft AzureCLI weiter, ein Kommandozeilentool zur Verwaltung von Azure. Eine Anleitung zur Installation finden Sie bei Microsoft

Nachdem Sie AzureCLI installiert haben, starten Sie ein Konsole, Powershell oder cmd. Das Tool zur Verwaltung lautet einfach azure:

azure login
azure account set "Ihr Subscription-Name"
azure config mode arm
azure storage account list
azure storage account delete <Ihr Storage Account Name>

Azure config mode arm ist nur notwendig, wenn Ihr Account im Azure Resource Manager mode angelegt wurde. Ein sicheres Zeichen dafür, dass das nicht der Fall war ist, wenn Sie den account noch im alten Portal angelegt haben. Probieren Sie es einfach aus, wird Ihr Account ohne den Moduswechsel nicht angezeigt, geben Sie einfach azure config mode arm ein. Mit dem delete wird der Account sofort und ohne Meldung entfernt. Wie Mr. Spock sagen würde - faszinierend!

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